Montag, 10. Juni: Voller Vorfreude auf die kommenden Tage, trafen wir, die Minis der Pfarreien Pölling und Woffenbach zusammen mit Pfarrer Seger und unserer Gemeindeassistentin Claudia Kühnlein, uns am Montagabend, um endlich unsere gemeinsame Miniwallfahrt nach Rom anzutreten. Nachdem Pfarrer Seger den Reisesegen am Neumarkter Volksfestplatz spendete, brachen wir auch schon auf.

Dienstag, 11. Juni: Nach einer langen Busfahrt waren wir um ca. 11 Uhr in der näherern Umgebung Roms. Nach einem Frühstück an einer Raststätte ging es auch schon gleich mit dem Programm los. Zuerst stand uns der Besuch der päpstlichen Basilika San Paolo fuori le mura vor. Nach einer eindrucksvollen Besichtigung und den Erklärungen und Erzählungen von Pfarrer Seger ging es weiter zu den Katakomben San Callisto. Im Anschluss an die Führung durch die Unterwelt Roms fuhren wir schließlich zu unserer Unterkunft, der Casa per Ferie „Al Casaletto“, und wurden dort sehr herzlich von den Schwestern begrüßt. Nach einer kurzen Verschnaufpause feierten wir unsere erste gemeinsame Messe in der hauseigenen Kirche. Nach dem Abendessen und einem (aufgrund des anstrengenden Tages und der zuvor recht schlaflosen Nacht) kurzem Beisammensitzen, fielen wir erschöpft in unsere Betten.

Mittwoch, 12. Juni: Der heutige Tag ging wieder früh los. Bereits um 7 Uhr fuhren wir in den Vatikanstaat, um an der Audienz mit Papst Franziskus teilzunehmen. Diese Begegnung wird uns wohl allen noch lange im Gedächtnis bleiben. Nach einem kurzen Mittagssnack (natürlich Pizza) erkundeten wir Rom zu Fuß. Unser Weg führte uns vom Petersplatz, vorbei an der Engelsburg und dem Piazza Navona zur Spanischen Treppe und anschließend zum Trevi-Brunnen. Dann genossen wir ein Eis in einer Eisdiele, die wohl jeden Wunsch erfüllen sollte: insgesamt gab es schließlich eine Auswahl an ca. 150 verschiedenen Eissorten! Gestärkt führte uns unser Weg nun weiter zum Pantheon. Nachdem wir nun schon vieles gesehen hatten, fuhren wir glücklich zurück in die Unterkunft. Nach dem Abendessen beteten wir eine Vesper mit anschließender Lichterprozession durch den Klostergarten.

Donnerstag, 13. Juni: Nach dem Frühstück fuhren wir erneut mit dem Bus zum Petersplatz, dieses Mal jedoch um den Petersdom zu besichtigen und seine Kuppel zu besteigen. Alle waren beeindruckt vom atemberaubenden Blick über die ewige Stadt. Auch der Petersdom selbst beeindruckte durch seine Größe und den liebenswerten Details, die in seine Erbauung eingebracht worden waren. Nach der Besichtigung der vatikanischen Grotten hatten wir Zeit uns etwas zum Mittagessen zu kaufen, bevor es weiter zur dritten päpstlichen Basilika ging: Santa Maria Maggiore. Dort feierten wir in einer der Nebenkapellen einen sehr schönen Gottesdienst und fuhren anschließend zur Unterkunft zurück. Da nach dem Abendessen kein für alle verpflichtendes Programm geplant war, verbrachten wir den Abend damit gemeinschaftliche Spiele wie etwa Werwolf, Codenames oder auch Schafkopf zu spielen.

Freitag, 14. Juni: Mit großem Schrecken stellten wir in der Früh fest, dass dies bereits unser letzter Tag in Rom sein sollte. Nachdem die Koffer gepackt und im Bus verstaut waren, ging es wieder ins römische Zentrum. Zuerst besuchten wir Santa Croce in Gerusalemme, eine von sieben Pilgerkirchen in welcher auch einige wertvolle Reliquien wie etwa kleinste Teile des Kreuzes Christi, zwei Dornen der Dornenkrone, ein Heiliger Nagel vom Kreuz Christi und die Hälfte des Kreuzestitulus aufbewahrt werden. Anschließend stand der Besuch der vierten und letzten päpstlichen Basilika an: Basilica San Giovanni in Laterano. Dort feierten wir auch unsere letzte gemeinsame Messe, die (wie die anderen schon) von Pfarrer Seger gehalten wurde. Nach einer kurzen Besichtigung der Heiligen Stiege ging es weiter zu dem wahrscheinlich bekanntestem Gebäude Roms: dem Kolosseum. Anschließend hatten wir die Möglichkeit in Kleingruppen verschiedene Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Jedoch schien der Hügel Aventin mit dem Schlüsselloch und dem Orangengarten der größte Anreiz zu sein, denn die meisten von uns schlossen sich dieser Gruppe an. Nachdem wir auf dem Weg dorthin noch den Circus Maximus und den Palatin sahen, spähten wir durch das berühmte Schlüsselloch (was sich dahinter befindet darf natürlich nicht weitererzählt werden) und genossen dann den italienischen Flair im Orangengarten, bevor es schließlich zum letzten gemeinsamen Abendessen zu Antonio in Trastevere ging. Vollgegessen mit herrlicher Antipasti und Nudeln bzw. Pizza stiegen wir dann voller Wehmut in den Bus, der uns schließlich knappe 16 Stunden später wieder in Neumarkt absetzten sollte.

Insgesamt war es wohl eine Fahrt voller toller Erlebnisse, gutem Essen, besinnlicher Gottesdienste, spannender Sehenswürdigkeiten und vielen gemeinschaftlichen Aktionen, die uns alle näher zusammenbrachten. Uns wurde erneut bewusst, wie einzigartig unsere Beziehung zu Gott und unseren Mitmenschen ist und wie wichtig die Gemeinschaft für unser Leben ist. Es war sicherlich eine Fahrt, die keiner von uns je vergessen wird und an die wir uns immer sehr gerne zurückerinnern werden.

 

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Fotos: Anna-Katharina Graf